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Wann ein bearbeitetes Foto eine KI-Kennzeichnung braucht

Seit August 2026 verlangt die EU eine sichtbare Kennzeichnung bei Bildern, die von KI wesentlich verändert wurden. Für Immobilienfotos verläuft die Linie klarer, als es zunächst wirkt, sobald Sie wissen, auf welche Seite eine Bearbeitung fällt.

Schlafzimmer nachher: ausgeglichenes Licht trotz Fenster, Raum hell.Schlafzimmer vorher: Gegenlicht vom Fenster, Raum wirkt dunkel.VorherNachher
Regler ziehen zum Vergleichen
Schlafzimmer am Fenster

Die Regel klingt abschreckend, bis Sie Bearbeitungen in zwei Körbe sortieren. Der eine Korb korrigiert, was die Kamera aufgezeichnet hat. Der andere fügt Dinge hinzu oder verändert Dinge, die nie da waren. Korrekturen brauchen keine Kennzeichnung. Hinzufügungen schon. Fast jede Immobilienbearbeitung landet sauber im einen oder anderen Korb.

Bearbeitungen ohne Kennzeichnung

  • Helligkeit, Kontrast und Belichtung: einen dunklen Raum anheben oder ein helles Fenster halten.
  • Weißabgleich und Farbe: einen Blau- oder Orangestich von den Wänden nehmen.
  • Begradigen, Zuschneiden und Objektivkorrektur.
  • Schärfen und Rauschminderung.

Bearbeitungen mit Kennzeichnung

  • Virtuelles Staging: Möbel, Teppiche oder Bilder, die in einen leeren Raum eingefügt werden.
  • Ein vollständiger Himmelaustausch, bei dem ein neuer Himmel eingesetzt wird.
  • Bauliche Elemente entfernen oder hinzufügen, die verändern, was die Immobilie ist.
  • Jede erzeugte Änderung, die ein Käufer für Realität halten könnte.

Ein Test mit einer Frage

Fragen Sie sich: Würde ein Käufer bei der Besichtigung dasselbe sehen wie auf dem Foto? Lautet die Antwort ja, haben Sie das Bild korrigiert, und es braucht keine Kennzeichnung. Lautet die Antwort nein, weil die Möbel, der blaue Himmel oder der zusätzliche Raum nicht wirklich da sind, haben Sie das Bild verändert, und es braucht eine sichtbare Kennzeichnung. Diese eine Frage klärt fast jeden Fall.

Wie Sie kennzeichnen, ohne das Exposé zu verderben

Eine Kennzeichnung muss nicht hässlich sein. Ein kurzer Hinweis wie "virtuell möbliert" oder "Himmel bearbeitet" nahe am Bild reicht, und ehrliche Makler stellen fest, dass er Vertrauen schafft, statt sie etwas zu kosten. Getäuscht fühlen sich die Käufer, denen man nichts gesagt hat, nicht die, denen man es gesagt hat. Die sehen schlicht einen Profi, der offen spielt.

Das Vorher-Nachher hier ist eine reine Belichtungs- und Farbkorrektur, die Art, die nie eine Kennzeichnung braucht. Es ist der sichere Standard: das Foto besser machen, ohne je etwas hinzuzufügen, das nicht im Raum war.